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Murgang 2025

Gips
Masse: 95 x 70 cm, Höhe 25 cm

2025

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Es beginnt oft still. Etwas taut. Etwas löst sich. Als hätte die Erde geatmet, sich gereckt, dann losgelassen. Was bleibt, ist eine Form wie ein Innehalten. Aufgeschlagen wie ein Buch, dessen Seiten nicht erzählen, sondern tragen.

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Keine Erzählung über das, was ist, sondern ein Abdruck davon – fragmentarisch, ruhig, beinahe zärtlich in seiner Wucht.

Dort, wo ein Haus stand, ist nun Geröll. Heimat, einst auf Felsen gebaut.

Und wir hier unten im Tal, scrollen weiter.

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Unflat 1 . 2024/2025

Öl mit Verfahren der Seidenmalerei auf Baumwollgewebe, lose

Masse: ca. 120 x 140 cm
2024/2025

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Nicht einzeln, nicht gegeneinander, sondern gemeinsam – ein lebendiger Körper aus vielen, ein Schwarm, der weiss, dass Sicherheit dort beginnt, wo der Einzelne verschwindet. Fische synchron, elegant, uralt.

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Doch zwischen all den natürlichen Formen gleitet ein Körper ohne Schuppen, ohne Flossen, ohne Blick, seltsam vertraut. Das Wasser trägt es, wie es alles trägt. Ohne Urteil, ohne Widerstand. Die Fische weichen nicht aus. Sie kennen das längst. Es glänzt im Gegenlicht, als wolle es dazugehören. Als wolle es sagen: Ich bin nicht anders. Ich bin nur später gekommen.

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Ein stiller Zeuge unserer Gegenwart: funktional, vergessen, unvergänglich.

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Das Werk thematisiert die Koexistenz von Natur und menschengemachten Objekten im selben Lebensraum. Die Darstellung bleibt still, poetisch, doch deutlich: Das Wasser trägt alles, ohne zu werten.

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Unflat 2 . 2024/2025

Öl mit Verfahren der Seidenmalerei auf Baumwollgewebe, lose

Masse: ca. 120 x 140 cm
2024/2025

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Wie bunte Vögel sitzen sie da – drei Klammern, aus Plastik geboren, auf roter Wäscheleine inmitten von Bäumen, die schweigen. Der Wald wirkt diffus, fast traumhaft. Die Klammern sind bunt, greifbar, unübersehbar.

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Sie halten nichts fest – ausser vielleicht ein Stück Wahrheit. Dass Schönheit manchmal künstlich ist. Dass Alltagsreste dort auftauchen, wo sie nicht hingehören – und dennoch Teil der Landschaft werden.

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Das Bild erlaubt ein kurzes Schmunzeln und zugleich ein Innehalten: ein Fundmoment zwischen Fremdheit und Vertrautheit. Klammerglück der Künstlerin.

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Technisch vereint Unflat 1 Ölmalerei mit Verfahren der Seidenmalerei auf unbehandeltem Baumwollgewebe. Die lose Hängung verleiht dem Werk eine textile Präsenz – fliessend, atmend, wie ein lebendiger Organismus im Raum.

Blick ins ...  2023/2025

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Blick ins Pissoir

2023/2024

Acryl/Mixmedia

165 x 120

​Seit 2023 arbeite ich an einer fortlaufenden Serie grossformatiger Acrylmalereien, die sich mit Intimität, Körperlichkeit und psychischer Verletzlichkeit auseinandersetzen. Die Bilder zeigen Mädchen, Frauen in Momenten der Versenkung, des Schlafs oder der körperlichen Öffnung – sie sind verletzbar, aber nicht wehrlos.

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Die malerische Sprache reicht dabei von fein nuancierten Figurationen bis hin zu expressiv-gestischen Kompositionen mit deutlichen Spuren des Malprozesses. Es entstehen Innenräume, in denen emotionale Zustände sichtbar gemacht werden – zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, Nähe und Unbehagen, Präsenz und Auflösung.

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Die Werkreihe bleibt offen, wird erweitert und entwickelt sich prozesshaft weiter.

Blick ins stille Örtchen

2023

Acryl/Mixmedia

115 X 170

Blick ins Kinderzimmer

2025

Acryl

130 x 175

Sie sind alle jemandes Tochter . 2024
Die Metamorphose der Frau

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Sie sind alle jemandes Tochter. 

Ölpastell & Enkaustik

Beschichtung mit Latex

2024

24 x 18 cm auf Holz

Im 2024 arbeitete ich an einer Werkreihe, in der ich mich mit der Metamorphose des weiblichen Körpers auseinandersetzt habe. Als Frau betrachte ich mein eigenes Älterwerden – und die gesellschaftlichen Vorstellungen, die sich darüberlegen: Was darf sichtbar sein? Was bleibt privat? Wer bestimmt das Bild?

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Die Körper, die ich zeige, sind meist jenseits gängiger Ideale. Sie sind roh, verletzlich, fragmentiert – und zugleich kraftvoll, lebendig, gegenwärtig.

Ich arbeite mit Ölpastell, Enkaustik und Latex. Die Materialien tragen Spuren, altern, lösen sich ab. Latex verändert sich mit der Zeit – wie Haut, wie Erinnerung. Die Oberflächen erzählen vom Körper, aber auch von Vergänglichkeit.

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Zum Schutz der dargestellten Frauen bleiben die Gesichter unkenntlich. Ihre Identität liegt nicht in der Wiedererkennbarkeit, sondern in der Körperlichkeit selbst.

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Der Titel „Sie sind alle jemandes Tochter“ verweist auf die biografische und körperliche Verwurzelung jedes Menschen: Alle waren Kind. Alle wurden geboren – aus einem weiblichen Leib.

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Die Metarphose der Frau 

Acryl, Ölpastell & Enkaustik

2024

65 x 65 cm

Dieser eine Moment 2023

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Material und Technik aus der Seidenmalerei, 2023, Karten 14.5 x 10.5 cm

Die Arbeit „dieser eine Moment“ besteht aus 36 kleinformatigen Karten, entstanden in einem täglichen, gleichbleibenden Rhythmus über 36 Tage.

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Der Fokus liegt auf der Reduktion und Minimalismus. Ephemere Spuren feinschichtige, fast weisse Oberflächen. Die Serie versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Augenblick, in dem das scheinbar Unscheinbare, ohne sichtbare Einwirkung, das Leben grundlegend verändern kann – ein leiser Moment, der unser Sein in eine andere Richtung kippt.

 

Die Arbeit ruft ins Bewusstsein, dass nicht alles steuerbar ist – manches geschieht einfach, fast zufällig, und entfaltet Wirkung jenseits bewusster Kontrolle.

Dieser eine Moment 2023

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Material und Technik aus der Seidenmalerei, 2023, Karten 14.5 x 10.5 cm

Die Arbeit „dieser eine Moment“ besteht aus 36 kleinformatigen Karten, entstanden in einem täglichen, gleichbleibenden Rhythmus über 36 Tage.

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Der Fokus liegt auf der Reduktion und Minimalismus. Ephemere Spuren feinschichtige, fast weisse Oberflächen. Die Serie versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Augenblick, in dem das scheinbar Unscheinbare, ohne sichtbare Einwirkung, das Leben grundlegend verändern kann – ein leiser Moment, der unser Sein in eine andere Richtung kippt.

 

Die Arbeit ruft ins Bewusstsein, dass nicht alles steuerbar ist – manches geschieht einfach, fast zufällig, und entfaltet Wirkung jenseits bewusster Kontrolle.

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